Stellungnahme zum Erhalt des Vereins Subkultur e.V. im Schlachthof
Wir, als Stadtjugendrat,sprechen uns für eine Hochschule für Kunstin Fürstenfeldbruck aus.Wir finden es aber bedauerlich, dass es sichbei der Schule, diederzeit in Verhandlung ist (Deutsche POP), um einePrivate und nicht umeine Staatliche handelt. So ist es nur Jugendlichenaus wohlhabendenFamilien möglich, dort eine Ausbildung zu absolvieren.Den meistenJugendlichen, jedoch, wird es nicht möglich sein, die hohenKostendafür aufzubringen. Viel wichtiger bei der Frage, ob dieDeutsche POPnach Fürstenfeldbruck kommen soll, ist für uns aber derErhalt desVereins Subkultur! Von diesem werden regelmäßig Konzerte,Lesungen undKunstausstellungen von Jugendlichen aus dem Landkreis fürJugendlicheveranstaltet - alles ganz auf ehrenamtlicher Basis! Dies isteine sehrwertvolle Bereicherung für die Jugend und Kultur inFürstenfeldbruck,die in keiner sonstigen Weise vorzufinden ist. Diesteigenden Besucher-und Mitgliedszahlen des Vereins und derVeranstaltungen verdeutlichendas große Interesse der Jugend. Der Vereinhat mittlerweile 350Mitglieder und sehr viele Freunde, die regelmäßigzu denVeranstaltungen kommen. Bei 2500 Jugendlichen in Fürstenfeldbruckistdas schon eine ganz beachtliche Menge. Neben der Kunst und Musik,dieden Jugendlichen geboten wird, können sie im Verein auchehrenamtlichmitwirken, Konzerte organisieren und die Feinheiten derTontechnikerlernen. Eine Verdrängung der Subkultur durch die DeutschePOP würdedas Vereinsleben deutlich einschränken oder sogar zerstören.Einsolcher Verein lebt von Freiräumen, Kreativität und einer gutenLocation. Deshalb plädieren wir für den Erhalt der Subkultur imSchlachthof ohne deutliche Einschränkungen durch eine Hochschule oderdurch Wohnhäuser. Sollte dies nicht möglich sein, muss, unserer Meinungnach, ein anderer und mindestens ebenbürtiger Standort gefunden werden.Dabei darf es sich aber nicht um getrennte Gebäude handeln und dieRäumlichkeiten müssen dauerhaft zur Verfügung stehen, damit kreativeFreiräume und das Ausleben des Vereinslebens weiterhin bestehen bleibenkönnen.
Stadtjugendrat Fürstenfeldbruck, 17.05.2011