Seit Samstag, den 31. Juli kommen Skater in Fürstenfeldbruck voll auf ihre Kosten. Auf der Grünfläche nördlich des Feuerwehrgebäudes in der Landsberger Straße hat die Stadt in den letzten Monaten eine neue Skateranlage errichten lassen. Die Anlage wurde kürzlich fertiggestellt.
2. Bürgermeister Johann Schilling übergab sie am 31. Juli 2010 im Rahmen eines kleinen Eröffnungsfestes offiziell ihrer Bestimmung. Lediglich der Rasen in der unmittelbaren Umgebung muss noch anwachsen und Sitzgelegenheiten werden noch aufgestellt. Bei der Gestaltung des Umfeldes hat sich der städtische Bauhof stark engagiert.
Bereits zur Eröffnungsfeier kamen mehr als hundert Skater, die die Anlage genau unter die Lupe bzw. unter die Skateboards nahmen. Die Begeisterung war groß, denn die Skateranlage bietet ihren Nutzern eine vergleichsweise große Vielfalt. Auch die erwachsenen Gäste – zumeist die Eltern – zeigten sich von dem Bauwerk beeindruckt. Auf drei Ebenen und einer Fläche von 480 Quadratmetern können sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene üben. Die zahlreichen baulichen Elemente wir Rampen, Pools und die Streetplaza sorgen für ein abwechslungsreiches Skatevergnügen und erfüllen die individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse der Skater.
Obwohl die Anlage noch sehr jung ist, findet sie in Fachkreisen schon jetzt eine positive Resonanz. So haben sich bereits Vertreter der Gemeinde Hallbergmoos und der Stadt Frankfurt am Main für eine Besichtigung angekündigt. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Anlage lediglich auf die Nutzung mit Skateboards ausgerichtet und nicht mit BMX-Rädern oder Inlineskates befahren werden darf. Ferner darf der Zugang zur Skateranlage nicht über die Feuerwehr erfolgen. Der Zugang ist nur über den Fuß- und Radweg zwischen Friedhofserweiterung und Feuerwehr gestattet.
Die Gesamtkosten für den Bau der Anlage betragen rund 115.000 €, davon haben die Sparkassenstiftung 5000 €, die C&A-Filiale in der Buchenau 2000 € und der Skaterladen Cattapult 800 € gespendet. Die Ausrichter des Eröffnungsfestes waren der Stadtjugendrat und der Skaterladen Cattapult in der Pucher Straße.
Hintergrund der Planung
Der Stadt Fürstenfeldbruck war daran gelegen, eine Skateranlage zu erhalten, die die Jugendlichen akzeptieren und deren Wünschen entspricht. Deshalb haben wir die Skater und den Stadtjugendrat von Anfang an in den Planungsprozess eingebunden.
Seit Ende 2007 gab es mehrere offizielle Beteiligungstermine und einen regen Austausch sowohl der Skater untereinander als auch mit der Verwaltung. Die Jugendlichen berieten in mehreren Workshops und banden ein Expertenteam von aktiven Skatern in die Überlegungen ein. Experten wie Martin Ehrenberger (blackriver-ramps, Schwarzenbach) und Matt Grabowski (minus-ramps, Hamburg) ließen ihre Erfahrungen sowohl in die Planung als auch in den Bau der Skateranlage einfließen.
Der Entwurf des Planerteams sah eine sich organisch in die Landschaft einfügende Skateranlage vor, die vor Ort aus Beton modelliert wurde. Die Anlage hat überwiegend den Charakter eines Streetplazas. Alle von den Skatern gewünschten Elemente sind vorhanden. Auf der untersten Ebene finden sich Anklänge an Rampen und Pools. Diese tragen dazu bei, dass der Entwurf nicht nur bei den Verfechtern des "Streetplazas", sondern auch bei den "Pool-Fahrern" Akzeptanz fand.
Von der unteren Ebene ist über eine Mulde eine seitliche Erweiterung in einen Pool denkbar. Dieser kann später angefügt werden. Die Entwässerung erfolgt seitlich, so dass Oberflächenwasser flächig versickert werden kann. Positiv hervorzuheben ist, dass mehrere Jugendliche unserem Aufruf gefolgt sind und sich an der Feinmodellierung der Anlage beteiligt haben.
Bei dem Hubschrauberlandeplatz nördlich des Feuerwehrgebäudes handelt es sich um einen Notlandeplatz, für den es keine verbindlichen Sicherheitsvorschriften gibt. Die für genehmigte Hubschrauberlandeplätze geltenden Vorschriften dienen uns jedoch als Orientierungshilfe. Daher wurde die Skateranlage zum Hubschrauberlandeplatz so situiert, dass vom Mittelpunkt der Landestelle ein Sicherheitsabstand von 27 Metern eingehalten wird. Um sicher zu gehen, dass sich keine Personen im Bereich des Landesplatzes aufhalten, wurde zehn Meter vom Rand des Landeplatzes entfernt ein ca. 80 cm hoher Zaun errichtet.
Auch die organisatorischen Bedenken des Luftamtes in Bezug auf das Räumen der Skateranlage bei einer Hubschrauberlandung konnten in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ausgeräumt werden. Tagsüber ist die Feuerwache ohnehin besetzt, so dass der Dienst habende Mitarbeiter dafür sorgt, dass die Skater die Anlage räumen und keine Jacken, Taschen und Ähnliches liegen lassen. Nachts kann der Alarm bei einer Hubschrauberlandung auf bestimmte Meldeempfänger geleitet werden. Die oder der Betreffende kommt dann zum Landeplatz und sorgt für eine sichere Landung. Zusätzlich werden Schilder aufgestellt, welche auf die Gefahren und das Verhalten bei einer Hubschrauberlandung hinweisen.

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