Künstlervillen

Kultur- und Gartenstadt Fürstenfeldbruck - Ab etwa 1875 siedelten sich hier und in Emmering vermehrt Künstler, Privatiers und Industrielle an. Es entstanden ausgedehnte Villengebiete, großbürgerliche Landhausvillen und Künstlervillen im Stil zeitgenössischer Architektur wie Neobarock und Jugendstil.



Die Beweggründe für die Flucht aufs Land waren einerseits die abwechslungsreichen Auen-, Moos- und Flusslandschaften mit den besonderen Lichtverhältnissen, die begehrte Motive für die damals salonfähig gewordene Landschaftsmalerei boten, andererseits waren die Abkehr von der umtriebigen Kunststadt München, die Flucht vor den schlechten Lebensbedingungen in der Stadt und der Wunsch nach einem Leben in Einklang mit der Natur ausschlaggebend.

Heute gehören mehr als hundert Gebäude – davon etwa 35 unter Denkmalschutz – zum Projektgebiet „Kulturstadt–Künstlervillen“. Die Villen befinden sich großenteils in topografisch privilegierten Stadtbereichen, häufig entlang oder nahe der Amper. Die Villengebiete sollen wegen ihrer kulturellen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Bedeutung möglichst zusammenhängend erhalten und gegebenenfalls behutsam weiterent wickelt werden. Dafür hat das Bauamt der Stadt Fürstenfeldbruck das Projekt „Kulturstadt–Künstlervillen“ initiiert.

Auf einer Internetseite zur Gartenstadt Fürstenfeldbruck können Sie die Profile der Villen nachlesen. Führungen durch die Gebiete offenbaren individuelle Geschichten ihrer Besitzer und bieten interessante Einblicke in die Kunstgeschichte.


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