Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

der Wahlkampf hat begonnen und ich als Oberbürgermeister wurde vor der Verabschiedung des Haushaltes richtig „abgewatscht“. Ändert sich etwas und wie geht es weiter?

In den Haushaltsreden hat sich herauskristallisiert, dass jede Partei beziehungsweise Fraktion des Stadtrates so ihr „Lieblingsprojekt“ hat. Bei der BBV ist es der Viehmarktplatz und bei der SPD ist es das millionenschwere Eisstadion, das in Konkurrenz zum ebenso teuren Rathausneu-bau „des Oberbürgermeisters“ steht. Auch wenn die Anzahl der Eislauffreunde größer ist als die Zahl der Mitarbeiter im Rathaus, die dringend auf eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse warten, habe ich mich entschlossen, im Sinne der Mitarbeiter und der dann davon profitierenden Bevölkerung den Rathausneubau dem Eisstadion vorzuziehen. Wenn, ja wenn der Stadtrat es auch so sieht. Oder aber er setzt andere Prioritäten, die dann auch so umgesetzt werden.

Manche Fraktionsvorsitzende sahen zum Fehlen eigener Vorschläge mich als „strukturelles Problem der Stadt“.

Ungeachtet dessen wurde der Haushalt mit 26:12 Stimmen verabschiedet und es liegt trotz der fehlenden „Eignung als Brückenbauer“ nun an mir, die Brücke zur Kommunalaufsicht zu schlagen, damit der Haushalt genehmigt wird. Das übernehme ich natürlich sehr gerne, weil mit einer Genehmigung des Haushalts wichtige Entscheidungen vorangebracht werden können und müssen. Da ist zum einen der Neubau der Feuerwache II an der Feldstraße, der seit Jahren anstehende dringende Bau von Sanitäreinrichtungen für die Bediensteten des Waldfriedhofes, das Sportzentrum III und der Neubau der Schule West an der Cerveteristraße.

In meiner Ansprache auf dem Neujahrsempfang der Stadt Fürstenfeldbruck bin ich darauf ein-gegangen, dass wir mehr miteinander kommunizieren müssen, und dass Kompromisse nicht die Schwäche eines anderen sind, da es für alles ein Für und Wider gibt.

Vielleicht war das, was in den Haushaltsreden zum Thema „Miteinander“ und „der OB versteht es nicht oder will es nicht verstehen“ als Kritik vorgebracht wurde, nur ein Kommunikationsproblem und war vielleicht gar nicht so gemeint. Jeder hat sich den Frust, sachlich oder auch nicht ist eine reine Betrachtungssache, von der Seele geredet.

Wenn als Fazit dessen akzeptiert wird, dass Fehler auf beiden Seiten begangen wurden, wie es zumindest in einem Beitrag mal ganz kurz angeklungen ist, dann sind wir auf dem gemeinsamen richtigen Weg.

Auch wenn in der Diskussion um den Haushalt der Wahlkampf seine ersten Vorboten ausgesandt hat, wie es in der heißen Phase in einem Jahr werden könnte, sind wir doch alle daran interessiert, in allen Bereichen etwas für unsere Stadt und unsere Bürgerinnen und Bürger voranzubringen.

Bleibt zu hoffen, dass die zur Kommunalaufsicht zu bauende Brücke so tragfähig ist, dass die Lasten und Sorgen, die im Haushalt enthalten sind, für diese Brücke nicht zu schwer sind und ich mir neben „roten Backen“ nicht auch noch eine „blutige Nase“ hole.

Es werden spannende Wochen mit vielen Gesprächen, die angeblich ja hilfreich sein sollen.

Ihr
Oberbürgermeister
Erich Raff




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Brief des Oberbürgermeisters vom April 2019
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Brief des Oberbürgermeisters vom März 2019
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Brief des Oberbürgermeisters Februar 2019
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Brief der Oberbürgermeisters Januar 2019
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