Hier schreibt der Oberbürgermeister

Brief des Zweiten Bürgermeisters Christian Stangl

Sehr geehrte Brucker Bürgerinnen und Bürger,

vor wenigen Monaten – zu Anfang  der Corona-Pandemie – habe ich mich als Fraktionsvorsitzender an Sie gewandt in großer Sorge um unsere Heimatstadt und unser aller Wohlergehen. Heute richte ich als
2. Bürgermeister das Wort an Sie und darf mit einer gewissen Erleichterung feststellen, dass sich die Krise – dank unser aller Vernunft und Vorsicht – noch glimpflich bewältigen ließ. Doch müssen wir weiterhin wachsam bleiben und sollten nicht von der zweiten möglichen Welle reden, wenn die erste noch nicht völlig verebbt ist.

Als Brucker Gewächs, der ich mit kleinen Unterbrechungen mein Leben in Fürstenfeldbruck verbracht habe, liegt mir unsere Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern am Herzen. Nach der Grundschulzeit an der Philipp-Weiß-Schule war ich Schüler am Graf-Rasso-Gymnasium und studierte dann in München Klassische Philologie, Germanistik und Italienisch. In Gröbenzell unterrichtete ich am Gymnasium bis 2019 mit Engagement die Fächer Deutsch, Latein und Italienisch. Ich bin seit 1989 glücklich verheiratet und Vater einer Tochter. Seit meiner Jugend habe ich am politischen Leben teilgenommen, in der Kommunalpolitik bin ich als Stadtrat seit 2008 und als Kreisrat seit 2014 tätig.

Lassen Sie mich aber heute zu Ihnen über die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Stadt sprechen. Mit Augenmaß und politischer Weitsicht gilt es hier zu reagieren. Insgesamt ergibt sich ein Defizit von circa 10 Millionen Euro in der Stadtkasse. Nach den ersten internen gemeinsamen Sitzungen zusammen mit dem Oberbürgermeister, der 3. Bürgermeisterin Frau Dr. Klemenz und dem Finanzreferenten Herrn Professor Wollenberg haben wir zusammen mit der sehr engagierten Verwaltung unter der Führung von Frau Moroff einen Entwurf für ein Haushaltssicherungskonzept vorgelegt, um einen Nachtragshaushalt zu erstellen. Hier sind Solidität für die Zukunft und wichtige Investitionen gleich-ermaßen gewährleistet. Scheinbar Widersprüchliches, nämlich Sparen und Investieren, gilt es  sinnvoll zu verbinden. So stehen den Einsparungen von circa 8,3 Millionen Euro  Ausgaben von rund 100 Millionen Euro gegenüber.

Davon sind 23 Millionen Euro allein Investitionen wie in Kindergärten, Horte, den Bau einer zweiten Feuerwache mit acht Wohnungen und in viele Planungsleistungen für Projekte der nächsten Zukunft. So wird zum Beispiel die neue Schule im Westen gebaut, unterstützt durch einen baubegleitenden Aus-schuss, um auch hier die Kosten im Auge zu behalten. Bruck spart sich also beileibe nicht „kaputt“, sondern reagiert im Kern antizyklisch auf die Krise.

Dies muss auch das Ziel bleiben, um die Wirtschaft wieder mit Leben zu erfüllen. Alle angefangenen Projekte werden durchgeführt und die Investitionen, die aufschiebbar sind, werden im nächsten Haushaltsjahr weiter verfolgt. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In sehr großer Einigkeit und mit dem notwendigen Verantwortungsgefühl hat der Rat der Stadt – über die Parteigrenzen hinweg – auf die Situation bis jetzt reagiert. Damit kann eine Haushaltssperre, die ohne Rücksicht auf einzelne Bereiche nach dem Rasenmäherprinzip vorgehen würde, verhindert werden. So bleibt die volle Handlungsfähigkeit für die Stadt erhalten. Der Nachtragshaushalt soll noch im August beschlossen werden, um ihn der Kommunalaufsicht vorzulegen.

Liebe Bruckerinnen und Brucker, wie die Stadt können auch Sie dazu beitragen, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, indem Sie vor Ort einkaufen und den vielen gut sortierten Geschäften wieder Ihr Vertrauen schenken. Geben Sie den Betrieben vor Ort mit kleinen und großen Aufträgen die Chance, auch in Zukunft für uns alle sorgen zu können. „Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah.“

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie gut ein Gemeinwesen funktioniert. Ich darf sagen, dass der Stadtrat im Verein mit den vielen hervorragenden Mitarbeitern in der Verwaltung gezeigt hat, wie es zu schaffen ist. Wenn wir alle so weiter arbeiten und uns gemeinsam alle verantwortungsvoll verhalten, dann muss es uns um die Zukunft nicht bange sein.

Auf jeden Fall verspreche ich Ihnen, dass ich mich weiterhin nach Kräften für meine Heimatstadt und ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen werde.

Mit den besten Grüßen an Sie, verbunden mit dem Wunsch, dass wir alle gesund bleiben mögen

Ihr
Christian Stangl
2. Bürgermeister




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Brief des Oberbürgermeisters vom Juni 2019
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